Jugendmigrationsdienst

Jugendmigrationsdienst zeigte Ausstellung „Freiheit und ich!“

Integrationsbeauftragte Schreyer: Werte müssen erklärt und vorgelebt werden

Die Freiheit ist ein Grundgedanke unserer Demokratie und auf verschiedene Weise in unserem Grundgesetz verankert. Was bedeutet der Begriff? Hat die Freiheit auch Grenzen? Auf Initiative des Jugendmigrationsdienstes (JMD) waren Schulklassen und Interessierte eingeladen, die Wanderausstellung „Freiheit und ich!“ zu besuchen. Für eine Woche war die Schau beim SkF zu sehen. Sie lud dazu ein, die im Grundgesetz verankerten Freiheitsrechte zu reflektieren und neu zu entdecken.

„Werte sind keine Selbstverständlichkeit“, stellte Bambergs Bürgermeister Wolfgang Metzner bei der Eröffnung heraus. Schüler sollten Begriffe wie den der Freiheit nicht nur herunterrattern können, sondern auch darüber reden und überlegen, was sie mit dem eigenen Leben zu tun haben. Auch heute seien die Grundrechte noch nicht vollständig gefestigt. Es gelte, auch über deren Grenzen - beispielsweise bei der Meinungsfreiheit - nachzudenken.

Die Integrationsbeauftragte der bayerischen Staatsregierung, Kerstin Schreyer MdL, appellierte an den Einsatz jedes Einzelnen für demokratische Werte. Demokratie müsse erklärt und vorgelebt werden. Dies gelte auch im Hinblick auf die vielen Menschen mit Migrationshintergrund, die in Bayern leben. „Es ist unser Job, Werte wie Gleichberechtigung oder Religionsfreiheit zu erklären!“ Mit der Ausstellung könne ein Bewusstsein für den Reichtum in unseren Gesetzen geschaffen werden.

Die Betrachter waren eingeladen, sich anhand der Informationsfahnen konkreter mit den Freiheitsrechten des Grundgesetzes zu befassen. Angeregt wird, ihre Bedeutung und ihre Auswirkungen auf den Lebensalltag zu reflektieren. Gefragt waren die Besucher auch, selbst Stellung zu beziehen und die eigene Meinung aufzuschreiben. So sollte „Freiheit und ich!“ Verständnis für komplexe politische Entscheidungsprozesse fördern sowie Interesse an Politik und gesellschaftspolitischen Themen wecken. Die unabhängige, überparteiliche Nemetschek-Stiftung, die sie zur Verfügung stellt, will mit ihrer Arbeit einen Beitrag zur demokratischen Kultur in Deutschland leisten.

Eingangs hatte SkF-Geschäftsführerin Brigitte Randow die Gäste begrüßt. Die Leiterin des Fachdienstes Migration, Hanne Hetzel, wies auf das Beratungsangebot für junge Migranten ab 12 Jahren und für Flüchtlinge hin. Die Ausstellung wurde im Rahmen der „Interkulturellen Wochen“ gezeigt.

Text und Fotos: C. Dillig


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