Gesetzliche Betreuungen

Gesetzliche Betreuer helfen Alltag zu regeln

Betreuungsverein informierte in der Fußgängerzone

An einem Informationsstand in der Bamberger Fußgängerzone hat der Betreuungsverein des SkF auf das Thema Betreuung und Vorsorgemöglichkeiten aufmerksam gemacht. Zahlreiche Interessierte konnten sich im persönlichen Gespräch mit Elke Wunder einen groben Überblick über das Thema verschaffen.

Das Wort „Betreuung“ stifte oft Verwirrung, erläuterte die gesetzlich bestellte Betreuerin. Die vom Gericht bestellten Personen gäben keine Information über Pflege oder das Angebot von Sozialstationen. Ihre Hauptaufgabe bestehe darin, Menschen, die aufgrund einer Krankheit, hohen Alters oder eine Behinderung nicht mehr in der Lage seien, ihre Angelegenheiten selbstständig zu regeln, in vom Betreuungsgericht festgelegten Bereichen zu unterstützen. Dies könne die Gesundheitsfürsorge, aber auch die Vermögenssorge oder die Vertretung in Behördenangelegenheiten sein. „Als Betreuungsverein haben wir aber auch die Aufgabe, ehrenamtliche Betreuer zu beraten und zu schulen, neue ehrenamtliche Betreuer zu gewinnen sowie das Thema „Betreuung“ in die Öffentlichkeit zu tragen.“

Wunder rät auch dem (noch) nicht Beeinträchtigten, sich etwa für den Fall eines Unfalls oder einer schwierigen Operation Gedanken zu machen, wer die eigenen Angelegenheiten regeln kann und dies auch schriftlich festzuhalten. Denn ansonsten bestelle das Gericht eine Vertretung. Wunder selbst betreut 26 Personen, regelt etwa bei älteren Menschen Dinge wie eine Wohnungsauflösung oder die Einweisung in ein Heim. Auch jungen Menschen, die psychisch erkrankt, geistig beeinträchtig oder suchtmittelabhängig sind, wird ein Betreuer zugewiesen, der Angelegenheiten ganz oder teilweise übernimmt.

Zahlreiche Interessierte nahmen Informationsmaterial etwa zum Betreuungsrecht oder Vordrucke zur Vorsorgevollmacht mit. Vertreter der Bamberger Betreuungsvereine sowie der Betreuungsstellen von Stadt und Landkreis Bamberg informieren zwei Mal im Jahr in der Öffentlichkeit über ihre Tätigkeit.

Text und Foto: C. Dillig

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